Eine unendlich traurige Geschichte

Ich habe meinen Onkel solang ich zurück denken kann nur selten so glücklich gesehen, wie die letzten zwei Jahre. Auch der Kontakt zu seinem Bruder (meinem Vater) und unserer Familie ist in dieser Zeit wieder aufgebaut worden. All die von seiner Exfrau eingerissenen Brücken wieder aufgebaut, die errichteten Mauern gesprengt. Und dafür verantwortlich ist eine einzige Person. Diese Person ist nun krank, um genau zu sein ein Krebsrückfall. Sie wird genau einen einzigen Chemoversuch wagen. Bleibt der Erfolg aus, so wird sie sich ihrem Schicksal fügen. Das hat sie unserer Familie in einem Brief mitgeteilt. Gleichzeitig erfahren wir so, dass sie sich von meinem Onkel getrennt hat. Nicht weil sie ihn nicht lieben würde, aber weil sie ihm nicht zur Last fallen möchte; Angst hat, dass er irgendwann nur noch aus Mitleid bei ihr ist; weil sie ihren Kopf, ihre Kraft für sich braucht und sich nicht auch noch um ihn sorgen/ kümmern kann. Sie wünscht sich, dass wir ihn jetzt auffangen, für ihn da sind, was natürlich selbstverständlich ist.


Der Brief hört sich so nach Abschied an, nach endgültigem Abschied, nach Hoffnungslosigkeit, Aufgabe... Schon während des Lesens steigen mir die Tränen in die Augen, ein Blick in das Gesicht meiner Mutter und sie fliesen nur so. Denn auch wir haben diese Person verdammt lieb gewonnen.

Diese Einstellung passt nicht zu ihr, auf der anderen Seite hat sie schon viel durchgemacht, und irgendwann geht einem Menschen die Lebenskraft einfach aus....

Auch mein Onkel ist am Boden zerstört, versteht die Welt nicht mehr, möchte diese Sache eigentlich an der Seite der Frau verbringen, die ihm (in meinen Augen) seine Fröhlichkeit zurückgegeben hat.


Nun können wir ihr nur die Daumen drücken, ihr für das nächste halbe Jahr alles nur erdenklich Gute wünschen, ihr Kraft schicken, den Kontakt aufrecht erhalten und vielleicht wird am Ende dann doch mal ausnahmsweise alles gut werden...

Das wär mein Wunsch für dieses Jahr!!

1 Kommentar 27.2.12 22:03, kommentieren

Hello again ... Nach langer Zeit mal wieder

Man, über ein Jahr Funkstille....

Warum?? Tja, ich könnt etz sagen, Prüfungsstress im letzten Schuljahr, Umzugsstress, wichtiges zu tun.... Aber irgendwie wär das alles nicht ganz zutreffend...

Ich hab oft überlegt, was zu schreiben zu den unterschiedlichsten Themen, hatte die Texte auch teilweise schon im Kopf, aber irgendwie war ich dann zu.. naja hört sich blöd an, triffts aber ziemlich... schlichtweg zu faul das ganze zu Papier bzw. Tastatur zu bringen.

Aber ich gelobe wieder Besserung, irgendwie fehlts mir nämlich schon, meine Gedanken festzuhalten und zu späterem Zeitpunkt nach zu lesen, erneut drüber nachzudenken etc.

 Und hiermit is ja quasi der Anfang schon gemacht =)

1 Kommentar 7.10.11 18:38, kommentieren

Manchmal erschreck ich mich selbst vor mir...

Ich hab festgestellt, dass ich in manchen Dingen genauso geworden bin, wie ich nie sein wollte, bzw. wie ich es früher (und eigentlich auch heute noch) an anderen gehasst habe.

Ich bin durchaus in der Lage eine richtige Zicke zu sein / zu werden; ich lästere teilweise sogar ohne "vorgehaltene Hand" über Leute die ich nicht leiden kann (wenigstens das hab ich mir behalten, dass ich Leute, die ich gern mag aus solchen Sachen raus halt und mich dann auch verzieh, wenn andere über diese Leute lästern); ich achte doch oft sehr auf mein Erscheinungsbild (was mir früher oft völlig egal war)...

Auch hab ich irgendwie teilweise verlernt, einfach mein Leben zu leben, mein Ding durchzuziehn , ohne mich von anderen beeinflussen / lenken zu lassen oder mich nach diesen zu richten. Wobei ich da schon wieder auf dem Weg der Besserung befinde, wie mir die letzten Tage gezeigt haben!

Und wo is meine "Chamälion-Fähigkeit" geblieben, mich in allen Lebenslagen & -situationen unsichtbar zu machen, mich anzupassen, ohne mich einzumischen, ohne aufzufallen, aber auch ohne von meiner eigenen "Rolle" abzuweichen.

Diese fehlt mir manchmal sehr...

 Ich genieße es anders zu sein, als ich früher war, aufgeschlossener, selbstbewusster, in gewisser Weise unangepasster. Dass ich meinen Mund grad auch dann aufreis, wenn es gilt meine eigene Meinung auch dann kundzutun, wenn sienicht der Meinung der Masse entsricht.

Ich lebe sozusagen eher "mein" Leben, so wie ich bin als früher.... oder zumindest auf eine ganz andere Art und Weise!

Aber irgendwie scheinen die oben genannten Probleme damit einherzugehen. Dennoch werd ich mich bemühen, ein angenehmer Zeitgenosse zu sein / zu bleiben (außer die Situation verlangt gegenteiliges) und böse Angewohnheiten abzulegen=)

30.9.10 23:23, kommentieren

Ein Wahnsinns-Geschenk

War der Besuch von "Tanz der Vampire"!!

 

Schon seit Jahren hör und liebe ich die Musik zu diesem Musical und habe mir gewünscht es einmal sehen zu dürfen. 

Am Freitag wars dann endlich so weit....

Nachtsahnend wurde ich auf eine "kleine Weltreise" entführt und hatte bis zur Autobahnausfahrt Stuttgart keine Ahnung wo es überhaupt hin gehn sollte.

 

Als wir dann im Palladium Theater standen und ich eh schon total überwältigt und aufgeregt war, bekam ich noch eine Karte für eine Backstage-Führung in die Hand gedrückt.

 

Einfach super, du stehst da inmitten der Kulisse und kannst dir alles aus der Nähe anschaun, erfährst einiges über Bühnenbild, Darsteller etc....

Anschließend konnte ich es kaum erwarten bis es endlich soweit war und die Bühne von den Vampiren und anderen Darstellern gestürmt wurde.

Ein Traum, mehr kann man wirklich nicht sagen. Ich saß da und konnte nur noch staunen!! Es war einfach genial und beeindruckend, die Musik, die Darsteller, die Kostüme... Von mir aus hätte das ganze ewig andauern können!!!

 

Aber leider hat alles ein Ende und noch auf der Heimfahrt fühlte ich mich wie in einem Traum. Ich kann allen nur wirklich empfehlen sich sowas mal anzuschaun, ich würds jedensfalls jederzeit wieder tun!!

 

DANKE!!

1.8.10 16:50, kommentieren


Wir hatten den Moment,
den uns niemand mehr nehmen kann,
und ich denke viel zu oft daran zurück.
Wir hatten den Moment.
Doch irgendjemand hielt die Zeit nicht an.
Und es bleibt nur der Gedanke
an kaum gelebtes Glück.

12.6.10 20:39, kommentieren