Kurz bevor der siebte Band auf Englisch veröffentlicht wurde, gab es in einer Zeitung ein Preisauschreiben zum Ende von Harry Potter. Man sollte aufschreiben, wie man selbst denkt, dass die Geschichte enden wird. Und da ich mir selbst schon oft genug Gedanken drüber gemacht habe, hab ich das mal aufgeschrieben und eingeschickt und tatsächlich was gewonnen. Naja, und da ich jetzt angefangen habe meinen Preis (den Englischen siebten Band) zu lesen, werde ich vorher mein preisgekröntes Ende hier "veröffentlichen" ^^

 

Harry Potter und die dunklen Mächte

Harry Potter hat während seiner Reise durch die Zauberwelt auf der Suche nach dem dunklen Lord viele Gefahren gemeistert. Gemeinsam mit seinen Freunden, die ihn begleitet haben, hat er auch die restlichen Horkruxe gefunden, vernichtet und so Voldemorts Seele zerstört. Natürlich bis auf jenen Teil der sich noch in dessen Körper befindet. Nach einer langen Suche treffen die Freunde genau an jenem Ort auf den dunklen Lord und dessen Anhänger, an dem Lily und James Potter getötet worden waren.

 

„So sieht man sich wieder, Potter!“, mit einem hämischen Grinsen trat Voldemort aus dem Nebel, durch den nur die Umrisse der Todesser zu erkennen waren. Er war inzwischen wieder zu vollen Kräften und Körper gelangt. „Ich habe keine Angst vor dir!! Ich habe dich schon mehr als einmal geschlagen. Auf meinem Weg bis zu diesem Zusammentreffen habe ich mit Einigem fertig werden müssen. Ich habe vieles gelernt, meine Kräfte gestärkt…“ „Und du meinst, das wird dir helfen?! Haha. Das ich nicht lache. Willst du mich wirklich herausfordern und das Leben deiner Freunde mit aufs Spiel setzen?“ Er deutete mit dem Zauberstab auf die Personen hinter Harry. Hermine, Ron, Neville, Lupin, Tonks, Prof. McGonagall, Hagrid und weitere Leute des Phönixordens (sie hatten darauf bestanden Harry zu begleiten, als sie von einem möglichen Aufeinandertreffen mit Voldemort erfuhren). Alle traten einen Schritt nach vorne um Voldemort zu zeigen, dass sie immer hinter Harry stehen und ihn unterstützen werden. „Wir werden an Harry´s Seite kämpfen und wenn es sein muss auch sterben!“ Hermine war selbst überrascht davon, wie sicher und kräftig ihre Stimme in der vom Mond erhellten Straße klang.

Der dunkle Lord lachte laut und höhnisch auf. „Nein, Hermine! Voldemort, ich fordere dich zum Duell! Allerdings unter der Bedingung, dass nur wir beide kämpfen, von Mann zu Mann. Sag deinen Leuten, sie sollen bleiben wo sie sind und sich nicht einmischen. Und auch für euch…“ Er drehte sich um. „… gilt das. Geht ein paar Schritte zurück.“ „Aber Harry bist du dir da so sicher. Gemeinsam sind wir…“ „Ron komm, Harry möchte das so und wir sollten es respektieren.“ Lupin zog Ron sanft an der Schulter zurück in den Kreis, der sich jetzt aus Voldemorts Sicht ebenfalls im Nebel befand. Dort nahm Hermine seine Hand und drückte sie fest.

 

Nun waren es nur noch sie beide. Harry und Voldemort. Sie standen sich gegenüber, die Zauberstäbe gezückt und alle Muskeln angespannt. Wartend, was der andere tun würde. Harry versuchte in Voldemorts Gedanken einzudringen, obwohl er ahnte, das dies ein erfolgloses Unterfangen sein würde. Inzwischen war er ziemlich gut in Okklumentik geworden und konnte seinen Geist vor anderen verschließen. Und das war gut so, denn er merkte, dass auch Voldemort Okklumentik anwandte. „Na, Harry, ich warte… Oder, willst du dich etwas doch freiwillig ergeben?!“ „Niemals! Lieber würde ich sterben, als den Tod meiner Eltern, meines Paten Sirius und Professor Dumbledores ungerächt zu lassen! Denn an allen bist DU Schuld!“ Harry´s Stimme war immer lauter geworden und inzwischen zu einem wütenden Schreien angeschwollen! „Auch du sollst sterben! AVADA KEDAVRA!“ Doch Voldemort wich geschickt aus und schmetterte ein „Crucio!“ hinterher. Auch Harry konnte ausweichen, wenn auch nur knapp. „Nicht schlecht Potter! Aber das war erst der Anfang!“ Von da an flogen Unverzeihliche Flüche zwischen den beiden hin und her. Aber wie durch ein Wunder konnten beide immer wieder ausweichen und auch den Anhängern beider Seiten geschah nichts. Doch plötzlich stolperte Harry, fiel, sein Zauberstab flog davon und blieb nur ein paar Meter von Harry entfernt, aber dennoch unerreichbar liegen. Dieser lag nun am Boden, gelähmt vor Angst, sich dessen bewusst, das er nun Voldemort schutzlos ausgeliefert war. Durch beide Anhängerschaften ging ein Raunen. Hermine wäre beinahe ihrem Instinkt gefolgt und Harry zu Hilfe geeilt, doch Ron hielt ihre Hand fest und so lehnte sie ihren Kopf an dessen Schulter. Zitternd vor Angst liefen ihr Tränen über das Gesicht und sie schluchzte lautlos.

„Tja, so schnell kanns gehen.“ Voldemort stellte sich vor Harry und richtete den Zauberstab auf ihn. „Möchtest du noch irgendetwas sagen, bevor du deinen Eltern in den Tod folgen wirst, wie du es schon vor Jahren tun hättest sollen?“ „Ich…“ Harry schluckte. „Ich möchte, dass du meine Freunde gehen lässt. Du wolltest MICH. Wenn ich also tot bin, dann hast du erreicht, was du wolltest. Sie sollen nach Hause gehen können und dort LEBEN.“ „Es tut mir Leid!“ Voldemort konnte sein triumphierendes Grinsen nicht verbergen. „Aber ich denke, ich werde meine Gefolgsleuten kaum verbieten können, auch sie zu töten. Immerhin sind einige unter ihnen uns schon sehr lange ein Dorn im Auge. also sag Lebwohl Potter. Avada….“ Doch bevor er zu Ende sprechen konnte traf ihn von hinten eben jener Fluch, den er selbst anwenden wollte. „JETZT!“ Schrie Severus Snape, der aus dem Nebel. Die Ordensleute reagierten sofort, wenn auch verblüfft, über Snapes Tat und gingen auf die Todesser los. Diese waren so verdutzt und versteinert bei dem Anblick des leblosen Körpers des Lords, so dass einige gleich der ersten Welle der Zaubersprüche der „guten Seite“ zum Opfer fielen. Nun waren sie, die Harry unterstützten in der Überzahl. Snape reichte dem ebenfalls verdutzten Harry dessen Zauberstab, half ihm auf und kämpfte Seite an Seite mit ihm. Nach kurzer Zeit hatten sie viele Anhänger des Dunklen Lords getötet und in die Flucht geschlagen. Die Freude war groß und es gab nur wenige Verletzte auf der Seite des Orden des Phönix.

 

Ein paar Tage später, als sich der Rummel um den Tod Voldemorts und die „Heldentaten“ um Harry und dessen Gefolge ein wenig gelegt hatte. Ergab sich endlich die Gelegenheit eines klärenden Gespräches zwischen Harry und Severus Snape. Im Grimmauldplatz 12 saßen die beiden am Küchentisch. Nach einer Weile des Schweigens sagte Harry einfach nur „Danke!“ und war erleichtert, dass es endlich raus war. „Das war das mindeste was ich für dich tun konnte, Harry. Immerhin war ich nicht unschuldig am Tod deiner Eltern. Aber ich habe damals gemerkt, welch einen tief greifenden Fehler ich begangen habe. Dumbledore war damals der einzige, der mir meine Reue geglaubt hat und ich bin ihm noch heute dankbar für sein Vertrauen.“ Einen Moment schwiegen beide, in Gedanken bei dem verstorbenen Schulleiter. Zögernd fing Harry an eine ihn schon lange quälende Frage zu stellen. „Aber… aber warum haben Sie ihn dann getötet?“ „Es fiel mir nicht leicht, aber glaub mir Harry, ich hatte keine andere Wahl. Der Trank den er getrunken hatte, hätte ihn qualvoll sterben lassen...“ „Woher wollen Sie das wissen?“ In Harry begann die alte Wut gegen Snape wieder zu erwachen. „Bitte Harry, hör dir meine Geschichte an, bevor du urteilst. Ich wusste wie der Trank wirkt, da ich Voldemort geholfen habe, ihn zu entwickeln. Hätte Albus der Trank wider erwarten nicht getötet, hätten es die Todesesser getan. Zudem hatte Dumbeldore mir per Okklumentik mitgeteilt, dass du auch auf dem Turm bist und nur durch dieses Manöver konnte ich sie von dir ablenken. Albus wollte es so.“ „Aber, wieso sind Sie mit den Todessern gegangen, wenn sie doch auf unserer Seite waren?“ „Meine Tarnung wäre aufgefallen. Ich hatte als einer der wenigen Einfluss auf den Lord, wenn auch nur gering. Ich konnte hier und da Dinge in gewisse Bahnen lenken. Auf diese Weise habe ich euer Treffen hinausgezögert, bis ich der Meinung war, du wärst stark genug ihm gegenüber zu treten.“ Harry ließ die Worte noch etwas auf sich wirken, ehe er noch einmal von Herzen „Danke!“ sagte. Sie redeten noch sehr lange und viele Dinge wurden Harry nun klarer.